Beim Ihrler
Großmehring


Noch vor 2 Jahren war ich immer verwundert, dass der Wallner in der Ringstraße 11 den Hausnamen Ihrler hatte. Ich fühlte mich immer angesprochen, wenn es hieß, "beim Ihrler" oder "der ist vom Ihrler". Dabei dachte niemand an mich, an meine Familie oder an unseren Hof. Erst als meine Frau und ich im voriges Jahr nach meinen Vorfahren forschten, klärte sich die Sache auf.

Konrad Ihrler aus Dietfurt und Sabina Mayer aus Langenried (bei Dietfurt) heirateten in Großmehring im Jahr 1791. Trauzeugen waren Andreas Schneider (Bauer) und Martina Gerstner (Schmiedin, das heißt Frau eines Schmieds). Vermutlich lebten sie im Haus-Nr. 2 (vermutlich ist das heute das Anwesen des Binderhatz in der Ingolstädter Straße 12). Sicher ist, dass sein Sohn Konrad (geb. 1799) 1822 im Anwesen Nr. 2 lebte und dann spätestens ab 1831 das Anwesen Nr. 41 (die heutige Ringstraße 11) hatte.

Der Sohn Konrad heiratete am 3.7.1821 Sabina Mayer aus Mailing. Trauzeugen waren Bartlme Bergmeister, Bauer und Vitus Euringer, Taglöhner Kleinmehring.

Sein Sohn Michael (1822-1901) führte das Anwesen fort. Er heiratete Theresia Donaubauer (1828-1903), Trauzeugen waren Konrad Ihrler und Simon Donaubauer. Sein jüngerer Bruder Martin (geb. 1831) heiratete 1854 Anna Maria Straßer und wohnte nach der Heirat im Anwesen Nr. 38, das direkt unterhalb vom Anwesen seiner Eltern lag. 1866 gingen sie dann in das Anwesen Nr. 133 (am Hexenberg, heute Berggasse Nr. ?). Einer seiner Söhne, Michael, heiratete nach Kleinmehring und trug den Namen Ihrler weiter. Es leben heute noch Ihrler in Mallersdorf, die von den Kleinmehringern abstammen.

Michael Ihrler hatte 8 Kinder. Klement (1857-1924), der älteste Sohn, heiratete zum Sandschneider. Er ist mein Urgroßvater. Er war der einzige Ihrler in Großmehring, der den Namen Ihrler weitertrug. Anna Maria (geb. 1858) heiratete nach Oberhaunstadt. Walburga (geb. 1855) oder Ursula (geb. 1864) heiratete den Riape Gergl (Georg Schneider). Wo Walburga bzw. Ursula blieb, ist derzeit noch unbekannt. Die Zwillinge Johann und Petrus sind wahrscheinlich im Kindesalter gestorben. Theres (1859-1931) und Michael (1861-1939) blieben ledig.

Michael starb 1901 und seine Frau Theresia starb 1903. Ein Jahr später leben auf dem Anwesen die Gütlerseheleute Wendelin und Maria Donaubauer. Wendelin Donaubauer war ein Neffe von Theresia Donaubauer. Sie verliesen ihren Hof Haus-Nr. 64 (heute Dunz, Sterzl?, (1820 heißt es nach den alten Haus-Nummern Haus-Nr. 86, 1828 heißt es Haus-Nr. 66, 1830 Haus-Nr. 65 und 1901 Haus-Nr. 64!)) und zogen auf den Ihrlerhof. Haus-Nr. 64 wurde über einen Juden an ... verkauft.

Vermutlich hatte der Sohn Michael das Anwesen verkauft und ist auf die Walz (auf Wanderschaft) gegangen. Er kaufte 1907 zusammen mit seiner Schwester Theres das benachbarte Anwesen Nr. 38, das bis 1866 seinem Onkel Martin gehörte.

Spätestens ab 1917 sind auf dem Hof Schlamp. Josef Schlamp ist am 8.10.1943 im Alter von 34 1/2 Jahren in Smolensk gefallen. Seine Mutter, Maria Schlamp, ist am 3.4.1951 im Alter von 76 Jahren gestorben. Sein Vater, Josef Schlamp, ist am 11.6.1964 im Alter von 89 Jahren gestorben. Die Frau des gefallenen Josef, Magdalena, hat dann Johann Wallner aus Pleiling geheiratet. Heute führt der Sohn, der auch Johann heißt, die Landwirtschaft weiter.

Peter Ihrler
Mai 2001, Februar 2006