Ergänzende Informationen zum Artikel
"Das Patenkind"
im Pfarrbrief der Pfarrei Großmehring, Herbst 2016

von Peter Ihrler

Uniformen werden von Schulkindern in allen indischen Schulen getragen, egal ob sie öffentlich sind oder privat. Jedes Kind bekommt zwei Garnituren pro Jahr. Sie werden von einer Nähgruppe bestehend aus Eltern genäht. So kann sich ein Teil der Eltern Geld verdienen. Geburtagskinder tragen keine Uniform. Dann weiß jeder gleich was los ist!

Die Kinder kommen mit Bussen, mit dem Rad oder zu Fuß zur Schule. Wenn die Schule aus ist, fährt zuerst die erste Bustour, erst dann dürfen die Schüler mit den von der Schule organisierten Rädern losradeln. Der Junge auf dem Gepäckträger musste übrigens absteigen bevor der Aufsichtslehrer das Startzeichen gab. Danach kommen die Busse zurück und bringen die restlichen Kinder heim.

Schwester Kala kümmert sich um alles. Sie organisiert die beiden Schulen, kümmert sich um die Patenkinder und hält Kontakt zu "Schritt für Schritt" in Deutschland.

Das Patenkind Anjana probiert schon mal ihre Malstifte aus, die sie gerade geschenkt bekommen hat.


In dem kleinen Film, den ich mit dem Smartphone drehen durfte, kann man sehr gut heraushören, dass die Schule mit deutschen Spendengeldern gegründet wurde und unterhalten wird. Die Kinder kennen sogar zwei deutsche Lieder - aber zuvor muss das Bonbon aus dem Mund ...:

"Schritt für Schritt" hilft auch einem kirchlichen Krankenhaus mit Spendengeldern. Der Hygienestandard und die medizinische Versorgung ist hier weit besser als in den meisten öffentlichen Krankenhäusern. Das Krankenhaus hat auch eine Kinderstation und ein Hospiz.

Patienten sind selten ohne ihre Familienangehörigen im Krankenhaus. Kinder schon gleich gar nicht. Zumindest untertags sieht man keine Patienten im Schlafanzug oder im Morgenmantel, sondern meist in der normalen Straßenkleidung. Zu Beginn der Regenzeit kommen viele Kinder mit Magen-/Darmproblemen. Die Eltern wissen oft wenig über die notwendige Hygiene. Die Schule versucht nicht nur den Kindern sondern auch den Eltern Grundwissen über Hygiene zu vermitteln.




Die Backwaters (de.wikipedia.org/wiki/Backwaters) sind ein Paradies. Trotzdem leben die Menschen ständig in Gefahr vor Tsunamis und Hochwasser. Immer öfter stehen die Häuser während der Regenzeit unter Wasser und die Menschen müssen sich eine andere Bleibe suchen. Das Wasser sieht nur auf den Fotos sauber aus. Mit dem Industriezeitalter sind auch die Umweltprobleme gekommen.




In Kerala wird viel Reis angebaut. Der Bauer richtet sein "Feld" nach der Ernte her, um gleich danach wieder neue Reispflanzen zu setzen. Erst wenn man direkt bei den Feldern steht, sieht man, dass der Wasserspiegel mit Hilfe von kleinen Dämmen unterschiedlich hoch gehalten wird. So kann man den Wasserspiegel je nach Bedarf erhöhen oder senken.

Die Strände von Kerala sind touristisch weltbekannt. Auf dem Foto sieht man einen Strand, der bislang touristisch nicht erschlossen ist. Das Wetter kündigt schon den kommenden Monsun an. Er beginnt Anfang Juni.


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